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23. Mrz. 2009

Liebe Freunde,

Hammer und Sichel

liebe Besucher,
hier mein sporadisch geführtes Ural-Tagebuch.

Ein Traum wird wahr

März 2000 | Kilometerstand: 00001

Ich erfülle mir mit dem Kauf eines Ural-Tourist-Gespanns einen Traum.

Trotz langer Fahrpause gelingen die ersten Runden recht rasant. Auch wenn dabei das eine oder andere Fahrzeug unerwartet im Wege stand.

Nur schade, daß beim Händler alle den E-Starter, den einige wohl bei diesem Klassiker nicht vermutet hätten, ausprobieren mußten.
-Batterie leer!

Erste Pannen

Juni-2000 | Kilometerstand: 1800 - 3500

Seit über 3500 Kilometern boxt sich mein Gespann seinen Weg frei.
Entgegen den Erfahrungen anderer Ural-Fahrer im Internet gab es keine Zusammenstösse mit Gartenzäunen und keine unfreiwilligen Querfeldeinfahrten.

Allerdings sei hier über den Kilometer 1801 berichtet:

Nicht daß die Allee nicht schön gewesen wäre und die Frau im Dorfgasthaus war auch nett… Selters hat sie verkauft und Klaus hat mit ihr im Telefonbuch nach Abschleppunternehmen gesucht.

Nicht daß das Wetter nicht schön gewesen wäre, aber irgendwann kann man das Autokennzeichen TF nicht mehr sehen, weil es einem ständig vor Augen führt, daß man nicht vom Fleck kommt.

Viel Rauch und viele Kilometer bis Berlin. Auf einem Zylinder steht es sich gut. Aber es fährt sich nicht gut.

Mit vielen Pausen (ein Zylinder wird ziemlich heiß) zum Abkühlen kamen wir nach 16,5 Stunden (für 180 km von Dresden!) in Berlin an.

Wie sich herausstellte, hatte sich ein Loch in den Kolben gebrannt. Die Kolbenringe waren nicht -wie ich angenommen hatte- gebrochen.

Nach vier Wochen qualvollem Warten tuckert sie wieder. -Drei Wochen bis zum Werkstattermin plus ca. vier Stunden Arbeitszeit.

Ist da noch was drin oder nur Loch an Loch?
Ist da noch was drin oder nur Loch an Loch?

Erste Reisen

April-2001 | Kilometerstand: <8000

August 2000:

Nun werde ich wohl bald wieder in der Garage verschwinden, denn der neue Ersatzteil- und Zubehörkatalog des Uralteams kommt und dann kann ich zwecks Verbesserung des Uralgespanns wieder schrauben.

September 2000:

Das Ural-Gespann scheint nun seine Kinderkrankheiten überwunden zu haben. Die bisher längste Reise von Berlin über Dresden, Praha, Budejovice, Linz, Braunau, München, Nürnberg, Bayreuth, Weimar und Wittenberg zurück nach Berlin hat es ohne Panne überstanden.

Da Klaus nun auch die Lizenz zum Uralfahren hat, durfte er auch mal mit Gespann fotografiert werden:

November 2000:

Die neuste Errungenschaft ist eine Tankschaltung für den Rückwärtsgang. Noch mehr Chrom! Sieht super aus und kommt cool.

Dezember 2000:

Dank Thermoanzug macht Uralfahren auch im Winter spaß.

April 2001:

Aufbruch zu einer Tour durch Norddeutschland.

Auf der Elbe: 7°C und Regen gefallen dem Uralboxer, aber nicht seinem Fahrer.
Auf der Elbe: 7°C und Regen gefallen dem Uralboxer, aber nicht seinem Fahrer.

Erstes Fazit

Dezember-2001 | Kilometerstand: >8000

Juli 2001:

Nach nun bereits über 8000 km läßt sich feststellen, daß zumindest die von mir erworbene Ural recht zuverlässig und auch für die tägliche Fahrt zur Arbeit brauchbar ist.

Die Hauptprobleme sollen nicht verschwiegen werden:

-der Hang zur Überhitzung, den ich bisher nur im Ansatz durch Verwendung von vollsynthetischen Ölen etwas eindämmen konnte.

-die mangelnde Fahrstabilität durch den zu hohen Schwerpunkt, der sich vielleicht durch eine Tieferlegung reduzieren läßt.

-der Hang zum Schlittern beim Bremsen, der durch die harten russischen Reifen mit aller Kraft unterstützt wird.

Dezember 2001:

Ural im Schneegestöber
Ural im Schneegestöber

Kupplung und Späne

April-2002 | Kilometerstand: >10000

Nachdem ich mich schon langsam als Aussenseiter unter den Uralfahrern abgestempelt fühlte, gab es endlich wieder eine Panne.
Mit einem merkwürdigen “Klack”-Geräusch schaffte ich es noch bis zur heimischen Garage.
Dort weigerte sich die Ural, das Geräusch erneut vorzuführen. Das antreten des Motors war nicht mehr möglich.
Mir schossen schreckliche Gedanken durch den Kopf: Kolbenfresser, zerborstene Kolbenringe…
Nach ausführlichem Zerlegen der Uralinnereien stieß ich dann auf sie:

schraube
Die in der Reihe ganz rechts zu sehende Feingewindesenkkopfschraube hatte sich aus der Abdeckplatte der Kupplung gelöst und ordentlich Späne produziert.
Nach der Suche im Schraubenfachhandel mußte ich feststellen, daß für den Uralfahrer diese Regel gilt: Verwende stets nur Originalteile! (Denn andere bekommst du nicht!)

Gespanntreffen in Wünsdorf

Juni-2002 | Kilometerstand: >10000

Auf dem Gespanntreffen in Wünsdorf.
Auf dem Gespanntreffen in Wünsdorf.

Mit der Ural nach Frankreich

Juli-2002 | Kilometerstand: >10000

Die Sommerreise dieses Jahres verlangte der Ural rund 3000 km in zweieinhalb Wochen ab.
Dabei fungierte ihr Beiwagen nicht nur als Aufbewahrungsort für die wichtigsten Reiseutensilien des Uralisten (Werkzeug!), sondern mußte auch noch den Lastenesel für den Hausstand eines BMW-Solofahrers abgeben.



Die Reiseroute. Rot gekennzeichnet sind die Orte, in denen wir übernachtet haben.

Während der Fahrt stieg der Ölverbrauch stetig, so daß die Vorräte der ansonsten für das Verbrennen dieses Stoffes zuständigen BMW angegriffen werden mußten.

Ab Le Havre schwitzte die Ural das Öl scheinbar aus allen Poren, statt es zu verbrennen.
Vermutungen über Fehler beim letzten Ölfilterwechsel oder eine falsch eingesetzte Entlüftung stellten sich bei genauer Untersuchung als falsch heraus.

Nach telefonischen Rücksprachen mit dem Uralteam in Oberhausen schien dann ein gebrochener Ölabstreifring oder schlimmeres immer wahrscheinlicher.

Wer staunende Erheiterung auslösen will, der fragt bei französischen Mopedwerkstätten nach Kolbenringen mit dem Durchmesser 78 mm in den Stärken 3, 2 und 1,5 mm.
Die Empfehlung des Scootermaniac lautet in solchen Fällen: BMW-Werkstatt.

Eine solche gab es schließlich in Metz.
Dieser BMW-Händler versuchte sein Möglichstes, um am Telefon herauszubekommen, wo er in Frankreich an Kolbenringe für die Ural herankommt. Leider erfolglos. Sein guter Wille und ernsthaftes Bemühen sei hier aber ausdrücklich hervorgehoben.
Dagegen machten die deutschen Kollegen bei BMW in Saarbrücken Gesichter, als hätten die Russen ihnen gestern das Patent für das einzige fahrtüchtige Motorrad geklaut oder der Zweite Weltkrieg sei in diesem Augenblick ein zweites Mal verloren.

Da waren die Tipps des Poloteams in Saarbrücken schon vielversprechender, aber leider hatte der Ortsansässige Oldtimerbastler Urlaub.

Also blieb nur eine Lösung: Die Ural wurde auf einen Hänger verladen und nach Oberhausen zum Uralteam transportiert.

Was die Uralisten dort beim Öffnen des Motors zu sehen bekamen, war in der Tat erstaunlich.

Der linke Kolben hatte einige Materialeinbußen hinnehmen müssen und die Sprengringe am Kolbenbolzen waren nicht auffindbar. Sollten diese nicht im Hochofen der Ural verglüht sein, so bleibt nur eine Vermutung: Die Ural mußte die letzten 12000 km ohne diese Sprengringe gefahren sein.

Dies würde wiederum bedeuten, daß der zeitweilig auf das Geschäft mit den Klassikern aus Irbit aufgesprungene Fahrzeugingenieur aus Berlin diese bei seinen Basteleien nach km 1801 vergessen hat.

Nun hat keiner etwas gegen Reiskocherbastler, aber von russischer Spitzentechnologie sollten diese doch die Finger lassen und nicht ihre Kunden beschimpfen, weil sie in der Einfahrzeit schneller als 25 km/h gefahren sind.

Dank der schnellen und kompetenten Hilfe des Uralteams konnte die Ural nun den Ruhrpott aus eigener Kraft verlassen und die Heimreise nach Berlin mit einem Abstecher durch die mühevollen Berge des Harzes antreten.

Die weniger schöne Art des Uralfahrens!
Die weniger schöne Art des Uralfahrens!

Öl. Öl, Öl…Kühlung

August-2002 | Kilometerstand: >10000

Nun habe ich einen Weg gefunden, der Ural 1,5 Liter mehr Öl zu verschaffen und dieses wird auch noch luftgekühlt.
Dazu nutze ich den Rahmen des Beiwagens als zusätzliches Ölreservoir.

Wie bekannt, neigt der Uralboxer zum Überhitzen.
Bei einem Gespräch mit dem Uralteam in Oberhausen meinte einer, es würde vielleicht schon ausreichen, wenn man das Öl mittels einer Leitung oder eines Ölkühlers mal außerhalb des Motors fließen lassen würde.
Mein erster Gedanke dazu war eine Ölkühlung wie bei den BMWboxern. Nach einigen Recherchen mußte ich feststellen, daß ein solches Teil auch gebraucht nicht zu erschwinglichen Preisen zu haben ist.

Irgendwann erinnerte ich mich daran, daß bei älteren englischen Twins es soetwas wie ein externes Ölreservoir gibt.
Mein Blick fiel auf die Holme des Beiwagens.

Vom Gedanken zur Tat: Zwei Löcher in den mittleren Holm gebohrt, diesen durchgespült und dabei überprüft, ob die Schweißnähte dicht sind.

Nun mußte ich nur noch eine Leitung vom Ölfiltergehäuse zum Holm und eine Leitung von diesem zurück in die Ölwanne des Motors legen.

Nun hatte ich 1,5 Liter mehr Öl im Motorkreislauf und eine zusätzliche Luftkühlung durch den Fahrtwind.
Seitdem liegt die durchschnittliche Öltemperatur im Sommer bei 80°C.

Im Frühjahr werde ich dann auch noch mal sehen, wie ich die Schmierung der Kipphebel verbessern kann.
Meines Erachtens liegt hier der Knackpunkt der thermischen Belastung.
Bekanntlich muß aus diesem Grund das Ventilspiel sehr hoch eingestellt werden.
Aber darüber später, wenn ich das Problem gelöst habe.

Russenbiker Ausflug

März-2003 | Kilometerstand: >10000


Seltener Anblick: Zwei Ural-Gespanne auf einem Foto. Hier bei einem Ausflug nach Werder/Havel mit dem Russenbiker Renè.

Generation Ural

April-2003 | Kilometerstand: >10000

Nun hat auch mein Sohn Tobias das Ural-Fahren für sich entdeckt. Als Copilot hat er sachkundig mit der Karte in der Hand den Piloten zum Mittelalterspektakel auf der Burg Rabenstein geführt.


Erster Ausflug von mir mit meinem Sohn Tobias.

Tobias hat das Fahren im Beiwagen so viel Spaß bereitet, daß er auch kürzere Wege, zum Beispiel zum Bäcker, nur noch mit der Ural bewältigen wollte.
Jede Ankündigung über die geplante Nutzung der U-Bahn rief ab sofort Protest hervor.


Waghalsige Geländefahrten: Die Ural als Spielgerät.

Generation Ural?
Generation Ural?

Mit der Polizei zum 1.Mai

Mai-2003 | Kilometerstand: 17200

Nur mal so zur Information: Der aktuelle Kilometerstand liegt bei 17200.


Mit dem Gespann dabei: Mit der Polizei am 1.Mai.

Oberhausen

Juli-2003 | Kilometerstand: >18000

Bei unserer diesjährigen Sommerreise legte das Ural-Gespann rund 2300 km ohne Panne zurück.
Wie gehabt mußte es dabei das gesamte Gepäck von zwei Personen schleppen.
Die erste Etappe führte uns gemeinsam mit René und seinem Ural-Gespann zum Russen-Treffen beim Ural-Team in Oberhausen.
Besonders beindruckend war dort die gemeinsame Ausfahrt von rund 100 Gespannen.
Wie die Fahrer/-innen von Nachkommen sowjetischer Militärfahrzeuge so sind, hatten sie die Staatsmacht gleich in die eigenen Hände genommen und riegelten den Verkehr für den Zug der russischen Gespanne in Oberhausen in eigener Regie ab.
Die vielen roten Fahnen erinnerten einige ältere Bürger Oberhausens wohl an die kämpferische Vergangenheit der Arbeiterklasse im Ruhrpott und animierte sie zu herzhaftem Applaus am Straßenrand.
Leider wurde an einer der letzten roten Ampeln, die der Konvoi zu passieren hatte, diesem revolutionären Treiben durch einen Unfall, dem ein Beiwagen zum Opfer fiel und der die grüne Staatsmacht auf den Plan rief, ein Ende gesetzt.
Ansonsten gab es viel Bier und Benzingespräche.
Diese Mischung führte zu interessanten Schraubertipps. Einer der Besten: Gegen thermische Probleme hilft nur die Demontage des Ölthermometers.
Die meisten Kilometer hatten wohl Russenmopedfahrer aus Polen zurückgelegt.

René blieb noch bis zum Montag auf dem Hundetrainingsplatz, der für das Treffen genutzt wurde, und wir fuhren am Sonntag weiter.
Die weitere Tour führte uns den Rhein entlang über Remargen nach Worms. Natürlich mußte die Ural auch auf die Loreley gejagt werden.
Von Worms ging es über Pforzheim, Memmingen, Füssen (-wenn Loreley am Rhein, dann auch Neuschwanstein in Bayern!) München und Pilsen nach Dresden.
In Dresden tauschten wir einen Teil des Gepäcks gegen Jens Sohn Tobias aus, der mit großer Begeisterung die Fahrt im Beiwagen nach Berlin genoß.

Und alles was du siehst ist: Oberhausen.
Und alles was du siehst ist: Oberhausen.

Ölkörbe und Obstdeckel -Ural-Custom-Tuning

Januar-2004 | Kilometerstand: >18000

September 2003:

Seit längerer Zeit habe ich einen Deckel für den Luftfilter gesucht, der etwas klassischer aussieht als das 70er Jahre Plastik der Irbiter. Die Ergebnisse dieser Suche lauteten meist: Zu teuer oder paßt nicht.
Nun bin ich in der Haushaltswarenabteilung von Karstadt fündig geworden: 5 Euro für einen Obstkorb aus Edelstahl mit einem Durchmesser von 24 cm.
-Paßt wunderbar und sieht gut aus.

Januar 2004:

Wem der Obstkorb noch zu viel Material war, der kann sich vielleicht mit dieser äüßerst platzsparenden Variante anfreunden.

Und wenn man schon mal in am Basteln ist, dann kann es passieren, daß einer benachbarten BMW am Ende der eine oder andere Deckel fehlt.

Vergaser und andere Balancen

April-2004 | Kilometerstand: >20000

Februar 2004:

Teure(s) Schraube(n): Bei der Installation des Vergaserbalancesystems wollten die neuen russischen Schrauben nicht in die alten russischen Gewinde und weg war der Guß. Nun brauche ich einen neuen rechten Zylinderkopf.

Wozu eigentlich das Vergaserbalancesystem? Dies verbindet die beiden Vergaser und sorgt so für eine gleichmäßige Versorgung mit Gemisch. Vorteil: Das aufwendige Einstellen des Vergasers mit der Uhr kann entfallen.

April 2004:

Neues Sitzen: Die historisierende Einzelsitzversion gefiel mir nie so richtig, da sie zu der Form und der Konstruktion dieser Baureihe nicht wirklich paßt. Mir erschien der Abschluß zum Tank und der offene Bereich der Elektrik nicht besonders gelungen. Die original Sitzbank von Ural ist außerhalb jeder Diskussion, wenn man sich schon mal den schönen Chrom-Gepäckträger montiert hat.
Aus diesem Grund habe ich mir vorgestellt, daß der hintere Sitz der AWO 425 S als Einzelsitz für die Ural ganz gut passen könnte.
So wurden beim Stammtisch zwei Bier gegen einen Sitz getauscht und Dank einem neuen Bezug vom Sattlermeister Bösener finde ich das Ergebnis recht gelungen.

Spritschlucker: Beim Osterausflug in den Spreewald durfte sich der BMW-Fahrer für das Mitschleppen seiner vielen Tonnen Ölnachschub mit der Abgabe von einigen Millilitern Benzin revanchieren.
Grund für die plötzliche Benzinknappheit scheint das eingebaute Vergaserbalancesystem zu sein, das meine Verbrauchskalkulation wohl um einige Kilometer durcheinander gebracht hat. Hier muß ich dringend nachbessern. Notfalls fliegt diese ansonsten praktische Technik (siehe oben) wieder raus.

1. Mai und Himmelfahrt

Juni-2004 | Kilometerstand: >20000

Mai 2004:

Auch dieses Jahr waren wir beim Motorradkorso des DGB in Berlin dabei.

1.Mai 2004
Wo sind bloß unsere Mopeds geblieben?

Über das Himmelfahrts-Wochenende haben wir einen Ausflug in das Wendland unternommen. Auf der Hinfahrt saß Michael als Passagier mit Gepäck im Beiwagen. Das Gesamtgewicht dieser Zuladung betrug 120 kg. Sollte die Ural sich an diesem Gewicht die Zähne von Kardanwelle und Flansch ausgebissen haben? Jedenfalls ging auf dem Rückweg ca. 120 km vor Berlin nichts mehr und die Ural mußte den Rückweg auf einem Abschleppwagen fortsetzen.


Da hakte nichts mehr und der Antrieb war futsch.

Ostblock-Treffen in Pütnitz

Juli-2004 | Kilometerstand: >20000

Vom 2. bis 4.7.04 waren wir auf dem Ostblock-Fahrzeugtreffen in Pütnitz an der Ostsee. Einen Bericht dazu gibt es hier.

Modisch angepaßt.
Modisch angepaßt.

Kult um die Pannen

September-2004 | Kilometerstand: >20000

August 2004:

Diejenigen, die einen russischen Boxer als Kultmotorrad betrachten, erwarten von Fahrberichten stets eine Anhäufung von Pleiten, Pech und Pannen mit der Wanderbaustelle.
Tatsächlich ist auch in diesem Ural-Tagebuch einiges von technischen Niederlagen zu lesen.
Die diesjährige Sommerreise über Moritzburg (Sachsen), Stubbeköbing (Sehr sehenswertes Motorradmuseum in Dänemark), Kopenhagen, Malmö und Ystad (Schweden) verlief allerdings ohne eine einzige Panne.

BMW verdeckt schweres Motorrad
BMW verdeckt schweres Motorrad

Filmstar

Oktober-2005 | Kilometerstand: >20000

September 2005:

Immer wieder erhalte ich Anfragen von Veranstaltern und Filmemachern, die ein “historisches” Gespann oder auch nur ein “ungewöhnliches” Fahrzeug benötigen.

Die letzte Anfrage dieser Art erhielt ich von der Grundy-Ufa Filmproduktion, die für die RTL-Serie “Hinter Gittern” meine Ural wollten und schließlich für drei Drehtage bekommen haben.

Sendetermin und mehr demnächst hier.

Hier das erste Foto von rtl. Sendetermine mit Ural wahrscheinlich 24.10.05, 31.10.05, 7.11.05, 14.11.05...
Hier das erste Foto von rtl. Sendetermine mit Ural wahrscheinlich 24.10.05, 31.10.05, 7.11.05, 14.11.05…

1. Mai - diesmal nicht dabei

Mai-2006 | Kilometerstand: 22500

Dieses Jahr durfte sich die Ural nicht beim Motorrad-Korso des DGB heißlaufen.

Dieses Jahr war der internationale Kampftag der Arbeiterklasse tatsächlich ein Tag der Arbeit, da ich zur Zeit die Garage für die Ural und andere Mopeds baue.

Aus diesem Grund wird das Gespann zur Zeit eher wenig bewegt.

Baustelle
Baustelle

Zündschloss

März-2007 | Kilometerstand:

Aufgrund von Problemen beim Starten des Gespanns habe ich zunächst eine neue Batterie gekauft. Dies war sicher keine Fehlinvestition, denn dei alte war schon ziemlich aufgeblasen. Bei einer kleinen Einkaufsfahrt nach Jüterbog gab es erneut einen Totalausfall der Elektrik. Mein erster Blick geht dann natürlich zum Notausschalter, der mir schon öfters einen Streich gespielt hat. Alles Schrauben und Rütteln half nicht. Ein freundlicher Nachbar hat mich und das Gespann zurück auf unser Grundstück geschleppt. Inzwischen habe ich beim Ural-Team in Oberhausen ein neues Zündschloss bestellt und da die Garage nun im Zustand der Benutzbarkeit ist, werde ich dieses am Wochenende einbauen.

so ähnlich sieht es aus
so ähnlich sieht es aus

Osterüberraschung

April-2007 | Kilometerstand: 29475

Auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, welches Rütteln an welchem Kabel das Problem mit der Elektrik behoben hat, erfreue ich mich hier an einer fahrenden Ural. Nach gemeinsamen ausgiebigen Putzen und Polieren konnte ich mit meinem Sohn eine erste Rundfahrt durch Altes Lager unternehmen.

Rückkehr von einer Ausfahrt mit Tobias
Rückkehr von einer Ausfahrt mit Tobias

Doch der Notaus

Juni-2007 | Kilometerstand:

Nun habe ich festgestellt, an welchem Kabel ich rütteln mußte. Der Notausschalter verursachte offensichtlich einen Wackelkontakt und legte regelmäßig die Elektrik lahm.

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