Die Geschichte der BMW ist eigentlich die Geschichte des Flugzeugmotorenbaus.
Daher auch das Firmenlogo, das sich drehende Propeller darstellt.
Den Auflagen der Alliierten nach dem Ersten Weltkrieg ist es zu verdanken, daß der damalige Chefkonstrukteur Dr. Fritz nicht mehr an seinen schweren Flugzeugmotoren basteln durfte und so den Boxermotor konstruierte, der ursprünglich für stationäre Kraftanlagen gedacht war. 1923 wurde dieser Motor leicht verändert in die R32 eingebaut. Der Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor war quer zur Fahrtrichtung angeordnet und trieb das Hinterrad über eine Welle an. 1925 erhielt der Motor in der R37 im Zylinderkopf hängende Ventile, die über Stößelstangen bewegt wurden.
Boxermotor und Kardan. - Ein revolutionäres Grundkonzept für den Motorradbau, das bis heute von BMW beibehalten wurde, war geboren.
Über die Geschichte der BMW gibt es viel Literatur und etliche seiten im Internet.
Auf der offiziellen BMW-Homepage kann man sich ausführlich über die Modellgeschichte der BMW-Motorräder und die offizielle Firmengeschichtsschreibung informieren.
Über die Geschichte der BMW während des Faschismus kann man unter anderem im OMGUS-Bericht (office military government for germany; united states finance division-financial investigation section) über die Deutsche Bank einiges nachlesen.
Der Vorstand der BMW formulierte 1940: “Durch unsere Fabrikate, das Kraftfahrzeug und den Flugmotor, sind wir auf engste verbunden mit den Soldaten an der Front. Auch im neuen Geschäftsjahr gehört ihnen unser Vertrauen und unsere Arbeit im Kampf um den Sieg Deutschlands.”
Der Umsatz der BMW stieg von 1933 bis 1942 von 20 auf rund 600 Millionen Reichsmark. Der Anteil der Zwangsarbeiter/innen an der Belegschaft steigerte sich bis 1944 auf über 53 Prozent. Davon kamen allein 8000 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Dachau.
1943 regte die Firmenleitung der BMW bei der Gestapo an, als abschreckendes Mittel gegen “Sabotage” sowjetische Kriegsgefangene “vor versammelter Mannschaft” zu erschießen.
Dieser Teil der Geschichte sollte meines erachtens bei aller “Freude am Fahren” nicht vergessen werden.


Vergessen darf man solche Sachen natürlich nie. Solang die beteiligten Firmen aus ihrer Beteiligung aber kein allzu großes geheimnis machen, sondern diese Vergangenheit in irgendeiner Art und Weise respektvoll aufarbeiten, dann finde ich ist es auch in Ordnung und man muss das nicht immer wieder hochholen. Es hat ja wirklich mit meinem Autokauf morgen zum Beispiel überhaupt nichts zu tun.
8. Apr. 2009 | #
Das werde ich auch mal bloggen
16. Mai. 2009 | #
Das könne von mir kommen.
19. Mai. 2009 | #